Freiraum für Forschung.NRW - Anschubförderung für nationale Kooperationsprojekte und EU-Projektanträge

eine Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen

Geistes- und gesellschaftswissenschaftliche Fächer sind die Vermittler historischer, kultureller und interkultureller Kompetenz. Sie sind gerade in Zeiten der Globalisierung und den damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen unverzichtbar für eine moderne Gesellschaft. Dabei kommt innovativer, interdisziplinär ausgerichteter Forschung eine besondere Bedeutung zu, da die zukünftigen Herausforderungen so komplex sind, dass eine Einzeldisziplin sie allein nicht zu lösen vermag.

  • Einreichungsfrist 01. März 2016

Aus diesem Grund hat das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium bereits 2012 ein Förderprogramm zur Unterstützung der geistes- und gesellschaftswissenschaftlichen Forschung an NRW-Hochschulen auf den Weg gebracht, das in die Forschungsstrategie Fortschritt NRW eingebettet ist. In diesem Rahmen ist nun die Förderlinie "Freiraum für Forschung.NRW – Anschubförderung für nationale Kooperationsprojekte und EU-Projektanträge" im Rahmen des Förderprogramms "Geistes- und Gesellschaftswissenschaften in NRW" erschienen.

Noch bis zum 1. März 2016 können sich Forscherinnen und Forscher aus den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften an der Ausschreibung beteiligen. Die Fördermaßnahme soll helfen, Fördermittel beispielsweise des Bundes oder aus der EU für NRW zu erschließen. Für Professorinnen und Professoren aus den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften wird durch Freistellung von der Lehre der Freiraum geschaffen, um in leitender Funktion einen gut durchdachten Antrag für ein aussichtsreiches größeres Forschungsvorhaben mit mehreren Partnern zu erarbeiten und sich auf diese Weise im Wettbewerb um Fördermittel besser durchzusetzen. Dafür übernimmt das Land die Kosten für eine Vertretung der Professur bis zu einer Höhe von 50.000 Euro pro Semester.

Bei dieser Fördermöglichkeit gibt es einige Neuerungen im Vergleich zu vorangegangenen Maßnahmen. So sind erstmals auch alle staatlichen Fachhochschulen des Landes zur Antragstellung aufgefordert. Die Anschubförderung soll nicht nur die Erfolgschancen der Antragsteller in weiteren Wettbewerben verbessern, sondern stellt zugleich eine Form der Nachwuchsförderung dar. Die vorgesehene Vertretungsprofessur kann eine Unterstützung auf dem Weg zur eigenen Professur einer Nachwuchskraft beinhalten.

Die Förderlinie ist mit jährlich ca. einer Million Euro dotiert. Sie soll die Forschung und die Forschungsbedingungen in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften fördern.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen.

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