Der Projektträger Jülich ist auch während der Corona-Krise für Sie erreichbar.
Bitte beachten Sie die aktuellen Hinweise

Digitaler Einzelhandel

ein Projektaufruf des Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen

Ziel der Landesregierung ist es, dass Nordrhein-Westfalen die Chancen der Digitalisierung konsequent nutzt. Dabei soll der stationäre Einzelhandel im zunehmenden Wettbewerb, insbesondere mit dem Onlinehandel, weiter gestärkt werden. Kernziele der Landesförderung sind dabei die Zukunftsfähigkeit des stationären Einzelhandels durch innovative und digitale Maßnahmen zu unterstützen, durch die Belebung des Handels die Attraktivität und Funktionalität der Innenstädte, der Mittelzentren und der ländlichen Regionen zu fördern und dadurch neue Angebote für die Versorgung zu entwickeln.

Die Projektaufrufe „Digitalen und stationären Einzelhandel zusammendenken“ folgten in den Jahren 2016, 2018 und 2019 dem Grundgedanken, dass Projektideen als Vorbilder und Orientierungshilfe für andere Standorte in NRW fungieren und jeweils neue Innovationen gefördert werden. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie steht der gesamte Handel vor großen Herausforderungen. Gerade kleine Geschäfte, die bisher online noch nicht oder nicht ausreichend präsent waren, verzeichnen erhebliche Umsatzeinbrüche. Gebraucht werden jetzt unbürokratische und schnelle Hilfen, damit diese Händlerinnen und Händler kurzfristig den Anschluss an die Digitalisierung erhalten. Dies kann beispielsweise durch die Verbesserung der Online-Präsenzen, den Einstieg in den Online-Handel, durch den Auf- und Ausbau digitaler Geschäftsprozesse wie z.B. kontaktlose Bezahlung sowie digital unterstützte Lieferprozesse oder die Anbindung an lokale Plattformen erfolgen. Gerade kleine  Handelsunternehmen sind jedoch personell und finanziell kaum in der Lage, dies in kurzer Zeit zu leisten.  Rund 40 Prozent des inhabergeführten Einzelhandels ist digital nicht aktiv. Der Verlust des Anschlusses an die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber größeren Handelsunternehmen und solchen, die sowohl digital als auch stationär Handel betreiben, bedroht sie dauerhaft in ihrer Existenz.

Die Landesregierung hat deshalb beschlossen, den Aufruf in der bekannten Form in diesem Jahr auszusetzen und stattdessen den Schwerpunkt auf die kurzfristig wirksame Unterstützung der Wettbewerbsfähigkeit der kleinen Handelsunternehmen zu fokussieren, deren Existenz nicht zuletzt für die Lebendigkeit unserer Innenstädte sorgt, und deren Digitalisierung voranzutreiben. Der Aufruf wird daher im Jahr 2020 als Sonderprogramm für die Zielgruppe der kleinen Handelsunternehmen umgesetzt.

Einreichungsfrist:Einreichungsfrist ( abgelaufen: 24. Juni 2020 – 15. September 2020 )

Aktuelles: Neue Förderung für Digitalisierung des Einzelhandels


Die vor kurzem beendete Fördermaßnahme zur Digitalisierung des Einzelhandels war ein überwältigender Erfolg. Die Landesregierung hat nun ergänzende Maßnahmen in Höhe von 11 Millionen Euro beschlossen:

Im Mittelpunkt stehen dabei Digitalcoaches, die die Unternehmen schulen, beraten und begleiten. In der zweiten Jahreshälfte wird es ein zweites Sonderprogramm in Höhe von 6 Millionen Euro geben. Im Rahmen dieses Sonderprogramms sollen Kleinunternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten und maximal 10 Millionen Euro Umsatz oder Bilanzsumme unterstützt werden, ihre Geschäftsmodelle digital weiter zu entwickeln. Weitere Informationen folgen in Kürze.

Informationen zur Förderung


Wer wird gefördert?

Der Aufruf richtet sich ausschließlich an Kleinunternehmen aus dem stationären Einzelhandel mit Sitz eines Ladenlokals in NRW und mit einer Beschäftigtenzahl von 1–49 Personen und einem Umsatz bis 10 Millionen Euro oder einer Jahresbilanzsumme von 10 Millionen Euro (Definition der Europäischen Kommission (2003/361/EG). Förderanträge können nur von einzelnen Handelsunternehmen gestellt werden. Das Handelsunternehmen existiert bereits (mind. seit dem 1. Januar 2020), weist einen relevanten Umsatz auf und besitzt eine längerfristige Perspektive (keine Betriebsaufgabe absehbar).

Was wird gefördert?

Gefördert werden (Beratungs-)Dienstleistungen im Falle des erstmaligen Einsatzes oder des signifikanten Ausbaus digitaler Technologien (Angebot eines oder mehrerer Unternehmen mit Leistungsbeschreibung von Tagessätzen/Tageshöchstsatz max. 800 Euro) sowie projektbezogene Sachausgaben (Angebote von einem oder mehreren Unternehmen).

Wie wird gefördert?

Es gilt ein Fördersatz von 90 Prozent. Der Höchstbetrag der Förderung liegt bei 12.000 Euro.

Die Fördermittel werden nach der Bewilligung auf Antrag vorschüssig bereitgestellt. Das Projekt muss bis zum 31.Dezember 2020 durchgeführt sein. In begründeten Ausnahmefällen kann auf Antrag eine Verlängerung des Durchführungszeitraumes bewilligt werden. Die Fördermittel werden im Rahmen der Verwendungsnachweisprüfung nach Projektabschluss belegt. Für angeschaffte Gegenstände und Investitionen gilt eine Zweckbindung.

Förderaufruf „Digitalen und stationären Einzelhandel zusammendenken“ Sonderprogramm 2020 geschlossen


Der Projektaufruf hat großen Zuspruch erhalten, woraus resultierend die abschliessende Bearbeitung aller Anträge noch etwas Zeit in Anspruch nehmen wird. Wenn Sie Fragen zu Umsetzung oder zum Verfahren bzgl. der Förderung haben, dann wenden Sie sich gerne an die PtJ-Mitarbeitenden, die in den Anschreiben, die Sie erhalten haben, genannt werden.

Für die Umsetzung des Vorhabens wird allen Antragstellenden, die im März und April 2021 einen Zuwendungsbescheid erhalten, ein Bewilligungszeitraum bis zum 30. August 2021 gewährt. Der Bewilligungszeitraum bezeichnet den Zeitraum, in dem Sie für das geförderte Projekt Lieferungs- und Leistungsverträge abschließen und Ausgaben leisten dürfen, für die Sie die Zuwendung verwenden und abrechnen können. Der Bewilligungszeitraum beginnt mit dem Datum der Ausstellung der Genehmigung des vorzeitigen Maßnahmebeginns.

Projektträger Jülich – erkennen. fördern. gestalten.


Der Projektträger Jülich arbeitet im Auftrag von:
Der Projektträger Jülich in Zahlen im Jahr 2020
1.372
Mitarbeiter/innen
30.350
Laufende Vorhaben
2192
Fördervolumen in Mio. Euro
4
Geschäftsstellen

PtJ ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2015 und ISO 27001 auf Basis IT-Grundschutz