EurotransBio – Initiative für transnationale KMU-Förderung

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

EuroTransBio (ETB) war eine internationale Förderinitiative, die von verschiedenen europäischen Forschungsförderern von 2004 bis 2018 unterstützt wurde. Ziel der Initiative, die das BMBF zusammen mit Forschungsförderern aus verschiedenen Mitgliedstaaten der EU durchgeführt hat, war es, die technologischen Stärken sowie die finanziellen Ressourcen der beteiligten Unternehmen im europäischen Umfeld zu koordinieren, zu vernetzen und zu bündeln. Dadurch konnte der Innovationsprozess beschleunigt und die Produktorientierung in den zusammenarbeitenden Biotechnologie-Unternehmen gestärkt werden.

EuroTransBio hatte sich im Laufe der Jahre als bevorzugtes Finanzierungsinstrument für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Bereich der modernen Biotechnologie etabliert. Die Mission von ETB bestand darin, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Biotechnologieindustrie zu fördern, indem forschungsintensive KMU und ihre strategischen Partner unterstützt wurden, um eine florierende europäische Biotechnologieindustrie zu erreichen.

Zwischen 2006 und 2018 hat ETB 13 Ausschreibungen für innovative Forschungsvorhaben organisiert. In diesem Zeitraum wurden 168 transnationale FuEuI-Projekte zur Finanzierung empfohlen. Die gesamten Projektkosten betragen 278 Millionen Euro. Die Projektbereiche erstreckten sich von der medizinischen Biotechnologie (rote Biotech 73 Prozent) über Pflanzen- und Landwirtschaft Biotechnologie (grüne Biotech, 11 Prozent), industrielle Biotechnologie (graue Biotech, 13 Prozent) und marine Biotechnologie (blaue Biotech, 3 Prozent).

Nach der 13. Ausschreibung beschlossen die Forschungsförderer, ihre Aktivitäten in dieser Initiative einzustellen. In Zukunft wird es keine weitere Ausschreibung von ETB geben.

Einreichungsfrist:Einreichungsfrist ( abgelaufen: 26. Juli 2017 – 31. Januar 2018 )

Informationen zur Förderung


Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind in der Regel kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in der Europäischen Union. Es kann verlangt
werden, dass der Zuwendungsempfänger zum Zeitpunkt der Auszahlung der Zuwendung eine Betriebsstätte oder
Niederlassung in Deutschland hat (Definition der Europäischen Union für KMU).

Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und Ländern grundfinanziert werden, kann nur unter bestimmten Voraussetzungen ergänzend zu ihrer Grundfinanzierung eine Projektförderung für ihren zusätzlichen Aufwand bewilligt werden.

Was wird gefördert?

Die Ausschreibung ist themenoffen für Projektvorschläge aus allen Bereichen der industriebezogenen und angewandten Forschung der Biotechnologie. Gefördert werden Verbünde von Biotechnologie-Firmen aus mindestens zwei der beteiligten Länder. Akademische Forschungsgruppen können den Konsortien ebenfalls angehören, wenn deren Beitrag zur Erreichung der Projektziele erforderlich ist. Die Bewerbung muss in englischer Sprache und unter Verwendung der entsprechenden Formulare erfolgen.

Wie wird gefördert?

Die Zuwendungen können im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden.

Bemessungsgrundlagen für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten, die in der Regel – je nach Anwendungsnähe des Vorhabens – bis zu 50 Prozent anteilsfinanziert werden können. Nach BMBF-Grundsätzen wird eine angemessene Eigenbeteiligung – grundsätzlich mindestens 50 Prozent der entstehenden zuwendungsfähigen Kosten – vorausgesetzt.

Bemessungsgrundlage für Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren und der Fraunhofer-Gesellschaft die zuwendungsfähigen projektbezogene Kosten), die individuell bis zu 100 Prozent gefördert werden können.

Die Bemessung der jeweiligen Förderquote muss die AGVO berücksichtigen. Die AGVO lässt für KMU differenzierte
Aufschläge zu, die gegebenenfalls zu einer höheren Förderquote führen können.

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