Zweite Deutsch-Finnische Förderinitiative im Rahmen des European Strategic Energy Technology Plan (SET-PLAN)

eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung

Mit dem European Strategic Energy Technology Plan (SET-Plan) verfolgt die Europäische Union eine Förderstrategie, die kohlenstoffemissionsarme Energietechnologien in naher Zukunft erschwinglich und wettbewerbsfähig machen soll.

Im Rahmen dieser zweiten bilateralen Förderinitiative rufen Finnland und Deutschland zur Einreichung von FuEuI-Projekten auf, welche sich an die im SET-Plan postulierten Ziele richten. Dabei sollen Forschungskooperationen mit Teilnehmern aus beiden Ländern angestoßen und dafür Mittel aus den jeweiligen nationalen Förderprogrammen bereitgestellt werden. In Deutschland hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) den Projektträger Jülich (PtJ) mit der Abwicklung dieser Förderinitiative beauftragt. In Finnland ist Tekes, die Förderagentur für Technologie und Innovation, zuständig.

Die internationale Zusammenarbeit in der Energieforschung ist Teil des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung „Forschung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung“.

Gegenstand der Förderung

Die Förderbekanntmachung umfasst die folgenden Technologiebereiche:

Energieeinsparung und Energieeffizienz

  • Energieeffizienz in Gebäuden/energieoptimiertes Bauen (inkl. Solares Heizen und Kühlen)
  • Energieeffizienz in Industrie
  • Dezentrale Energiesysteme (inkl. RES und Hybridsysteme)
  • Intelligente Netzbetriebslösungen (Intelligente Zähler, Nachfragesteuerung)
  • Energiespeicherung (inkl. PtG, PtL, PtH, PtX)
  • Batterien für stationäre und mobile Anwendungen
  • Brennstoffzellen und Wasserstoff
  • Systemanalyse

Erneuerbare Energien

  • Windenergie (Onshore/Offshore)
  • Solarenergie (PV, CSP)
  • Geothermie
  • Meeresenergie (Wellen und Gezeiten)
  • Bioenergie, Biokraftstoffe (Hybridlösungen) 

Förderverfahren

Die Auswahl erfolgt in einem zweistufigen Verfahren:

  1. In einer ersten Verfahrensstufe können Interessenten dem Projektträger Jülich (PtJ) und Tekes bis zum 31. März 2017 eine aussagekräftige Projektskizze in englischer Sprache vorlegen. Die Skizze wird gemeinsam von beiden Organisationen fachlich/inhaltlich geprüft und das Ergebnis den Teilnehmern mitgeteilt. Eine Skizzenvorlage finden Sie am Ende dieser Seite.
  2. Die Kooperationspartner mit förderwürdigen Projektvorschlägen werden zur Einreichung einer detaillierten gemeinsamen Vorhabenbeschreibung aufgefordert (Einreichungsfrist: 30. Juni 2017).

Zuwendungsvoraussetzungen

Die Projektvorschläge müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Die Projekte sollen sich an den im SET-Plan vorgegebenen Zielen orientieren.
  • Die Projektpartnerschaften müssen sowohl einen deutschen als auch einen finnischen Teilnehmer einschließen. Darüber hinaus dürfen auch Partner aus anderen EU-Mitgliedstaaten (oder assoziierten Ländern) partizipieren, diese werden weder durch den Projektträger Jülich (PtJ) noch durch Tekes gefördert.
  • Durch die länderübergreifende Forschungskooperation muss ein Mehrwert generiert werden (bspw. breitere Wissensdatenbank, verbesserter Zugang zu FuE-Infrastruktur).
  • Die projektbezogene Arbeits- und Ressourcenplanung muss klar strukturiert sein und die transparente Zuordnung der Einzelbeiträge jedes Partners ermöglichen.
  • Nationale Förderrichtlinien:
    - BMWi fördert Einzelprojekte in Forschungseinrichtungen/Hochschulen und anwendungsbezogene Projekte vorzugsweise als Verbundprojekte mit Forschungseinrichtungen/Hochschulen.
    - Die Förderquote für Industrieunternehmen beträgt bis zu 50 Prozent. Forschungseinrichtungen/Hochschulen und KMU erhalten eine höhere Förderquote, jeweils abhängig vom wirtschaftlichen/technischen Risiko des Projektes.
  • Informationen zu den finnischen Förderrichtlinien können unter www.tekes.fi abgerufen werden.

Ansprechpartner/in

Weiterführende Links

Direkteinstieg