Deutsch-Finnische Förderinitiative im Rahmen des European Strategic Energy Technology Plan (SET-PLAN)

eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung

Mit dem European Strategic Energy Technology Plan (SET-Plan) verfolgt die Europäische Union eine Förderstrategie, die kohlenstoffemissionsarme Energietechnologien in naher Zukunft erschwinglich und wettbewerbsfähig machen soll.

Mit dieser im Rahmen des SET-Plan veröffentlichten bilateralen Förderinitiative rufen Finnland und Deutschland zur Einreichung von F&E&I-Projekten auf, welche sich an die im SET-Plan postulierten Ziele richten. Dabei sollen Forschungskooperationen mit Teilnehmern aus beiden Ländern angestoßen und dafür Mittel aus den jeweiligen nationalen Förderprogrammen bereitgestellt werden. In Deutschland hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) den Projektträger Jülich (PtJ) mit der Abwicklung dieser Förderinitiative beauftragt. In Finnland ist Tekes, die Förderagentur für Technologie und Innovation, zuständig.

Gegenstand der Förderung

Die Förderbekanntmachung umfasst die folgenden Technologiebereiche:

  • Energieeffizienz in Industrie und Gebäuden 
  • Systemanalyse 
  • Intelligente Netzbetriebslösungen (Intelligente Zähler, Nachfragesteuerung) 
  • Energiespeicherung (inkl. Power to Gas, Power to Liquid, Wärmespeicherung) 
  • Batterien für stationäre und mobile Anwendungen
  •  Brennstoffzellen und Wasserstoff

Förderverfahren

Die Auswahl erfolgt in einem zweistufigen Verfahren:

  1. In einer ersten Verfahrensstufe können Interessenten dem Projektträger Jülich (PtJ) und Tekes bis zum 28. September 2012 eine aussagekräftige Projektskizze in englischer Sprache vorlegen. Die Skizze wird gemeinsam von beiden Organisationen fachlich/inhaltlich geprüft und das Ergebnis den Teilnehmern mitgeteilt. Eine Vorlage für die Skizze finden Sie unter weiterführende Informationen am Ende dieser Seite.
  2. Die Kooperationspartner mit förderwürdigen Projektvorschlägen werden zur Einreichung einer detaillierten gemeinsamen Vorhabenbeschreibung aufgefordert.

Zuwendungsvoraussetzungen

Die Projektvorschläge müssen folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Die Projekte sollen sich an den im SET-Plan vorgegebenen Zielen orientieren.
  • Die Projektpartnerschaften müssen sowohl einen deutschen als auch einen finnischen Teilnehmer einschließen. Darüber hinaus dürfen auch Partner aus anderen EU-Mitgliedsstaaten (oder assoziierten Ländern) partizipieren, diese werden weder durch den Projektträger Jülich (PtJ) noch durch Tekes gefördert.
  • Durch die länderübergreifende Forschungskooperation muss ein Mehrwert generiert werden (bspw. breitere Wissensdatenbank, verbesserter Zugang zu F&E-Infrastruktur).
  • Die projektbezogene Arbeits- und Ressourcenplanung muss klar strukturiert sein und die transparente Zuordnung der Einzelbeiträge jedes Partners ermöglichen.
  • Nationale Förderrichtlinien:
    • BMWi fördert Einzelprojekte in Forschungseinrichtungen/Hochschulen und anwendungsbezogene Projekte vorzugsweise als Verbundprojekte mit Forschungseinrichtungen/Hochschulen.
    • Die Förderquote für Industrieunternehmen beträgt bis zu 50%. Forschungseinrichtungen/Hochschulen und KMUs erhalten eine höhere Förderquote, jeweils abhängig vom wirtschaftlichen/technischen Risiko des Projektes.
  • Informationen zu finnischen Förderrichtlinien können unter www.tekes.fi abgerufen werden.

Suche nach Kooperationspartnern

Zur Vereinfachung der Suche nach geeigneten Kooperationspartnern können Interessenten ihre Kontaktdaten und Tätigkeitsfelder über das hierfür bereitgestellte Online-Formular hinterlegen. Diese Informationen werden in der entsprechenden Partnerliste veröffentlicht und sind für potentielle Partner einsehbar.

Ansprechpartner/in

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