Forschung und Entwicklung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)


Bestimmung der Förderquoten

Frage 1: Welche Förderquoten sind für Hochschulen und Forschungsinstitute möglich?


Bei Durchführung des Vorhabens im nicht wirtschaftlichen Bereich der Hochschule / Forschungseinrichtung sind folgende Förderquoten möglich:

Hochschule: 100 Prozent

Forschungsinstitut: 90 Prozent

Wenn das Vorhaben im wirtschaftlichen Bereich durchgeführt wird, gelten die Regelungen für Unternehmen.

Frage 2: Welche Förderquoten können Gebietskörperschaften und gemeinnützige Vereine erhalten?


Wenn die Vorhaben keine unzulässige Beihilfe gemäß Artikel 107 AEUV darstellt (z.B. wenn Vorteile für ein konkretes Unternehmen(auch kommunal oder gemeinnützig) entstehen, welches Leistungen am Markt anbietet), können Förderquoten von 80% gewährt werden.

Wenn es sich um eine unzulässige Beihilfe gemäß Artikel 107 AEUV, gelten die Regelungen für Unternehmen (Frage 3)

Frage 3: Welche Förderquoten können Unternehmen bekommen?


Die förderfähigen Arbeitspakete/Teilarbeitspakete(APe) eines Vorhabens werden durch den Projektträger einzeln in die Kategorien "experimentelle Entwicklung" und "industrielle Forschung" eingestuft. Diese Kategorien werden in Frage 4 und Frage 5 näher erläutert. Diese Betrachtung erfolgt für jeden Projektpartner einzeln und unabhängig von einander. Ds heißt, die Förderquote eines Verbundpartners ist abhängig von seinem spezifischen FuE-Anteil, nicht vom FuE-Gehalt des Verbundes!

Für APe die "experimentelle Entwicklung" zugeordnet werden ist eine Förderquote von 25 Prozent möglich.

Für APe die "industrielle Forschung" zugeordnet werden ist eine Förderquote von 50 Prozent möglich.

Für das gesamte Vorhaben ergibt sich daraus eine gewichtete mittlere Förderquote im Bereich zwischen 25 Prozent und 50 Prozent, je nach Charakter der einzelnen APe.

Zusätzlich zu dieser Förderquote sind verschiedene Boni möglich, die auf diese mittlere Förderquote aufgeschlagen werden können:

Zusammenarbeitsbonus:

  • Bei Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungspartnern oder Unternehmen und KMU kann bei allen beteiligten Unternehmen ein Aufschlag von 15 Prozent gewährt werden, wenn das Vorhaben ansonsten nicht durchgeführt werden kann.

KMU-Bonus*:

  • Für kleine Unternehmen kann ein Aufschlag von 20 Prozent gewährt werden, wenn das Vorhaben ansonsten nicht durchgeführt werden kann.
  • Für mittlere Unternehmen kann ein Aufschlag von 10 Prozent gewährt werden, wenn das Vorhaben ansonsten nicht durchgeführt werden kann.

*Weitere Informationen zum KMU-Bonus finden Sie unter:

https://www.foerderinfo.bund.de/de/kmu-definition-der-europaeischen-kommission-972.php

Kurzanleitung zum Ausfüllen der KMU-Erklärung (erst notwendig bei Antragstellung)

Das Formular zur KMU-Erklärung ist in unseren Downloads verfügbar.

Frage 4: Was ist unter "experimenteller Entwicklung" zu verstehen?


Erwerb, Kombination, Gestaltung, Verwendung vorhandener, einschlägiger Kenntnisse, Fertigkeiten mit dem Ziel Pläne/ Entwürfe für veränderte oder verbesserte Produkte, Verfahren, Dienstleistungen zu erarbeiten.

Demonstrations- oder Pilotprojekte und Entwicklung (auch kommerziell nutzbarer) Prototypen (wenn Herstellung allein zu Demonstrationszwecken zu teuer ist).

Routinemäßige Änderungen an Produkten oder Verfahren sind nicht förderfähig!

Frage5: Was versteht man unter "industrieller Forschung"?


Planmäßiges Forschen oder kritisches Erforschen zur Gewinnung neuer Kenntnisse und Fertigkeiten mit dem Ziel neue oder erheblich verbesserte Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen zu entwickeln.

Entwicklung von Teilen komplexer Systeme und Prototypen in laborähnlichen Umgebungen, wenn dies für die Validierung technologischer Grundlagen nötig ist.

Durchführbarkeitsstudien

Verfahrensfragen

Frage 6: Bis wann muss meine Skizze eingereicht werden?


Das Online-Antragssystem easy-Online ermöglicht eine Einreichung der Skizzen bis zum 15. August 2019 23:59 Uhr.

Eine spätere Einreichung ist nicht möglich.

Das rechtsverbindlich unterzeichnete Skizzendokument muss postalisch bis zum 30. August 2019 beim Projektträger eingegangen sein. Die unterzeichneten LOIs der Projektpartner sind ebenfalls postalisch bis zum 30. August 2019 einzureichen.

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