Der Projektträger Jülich ist auch während der Corona-Krise für Sie erreichbar.
Bitte beachten Sie die aktuellen Hinweise

Forschung und Entwicklung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)


Bestimmung der Förderquoten

Frage 1: Welche Förderquoten sind für Hochschulen und Forschungsinstitute möglich?


Bei Durchführung des Vorhabens im nicht wirtschaftlichen Bereich der Hochschule/Forschungseinrichtung sind folgende Förderquoten möglich:

  • Hochschule: 100 Prozent

  • Forschungsinstitut: 90 Prozent

 

Wenn das Vorhaben im wirtschaftlichen Bereich durchgeführt wird, gelten die Regelungen für Unternehmen.

Frage 2: Welche Förderquoten können Gebietskörperschaften und gemeinnützige Vereine erhalten?


Wenn die Vorhaben keine unzulässige Beihilfe gemäß Artikel 107 AEUV darstellt, können Förderquoten von 80 Prozent gewährt werden.

Wenn es sich um eine unzulässige Beihilfe gemäß Artikel 107 AEUV, gelten die Regelungen für Unternehmen (Frage 3). Eine unzulässige Beihilfe ist gegeben, wenn z.B. Vorteile für ein konkretes Unternehmen (auch kommunal oder gemeinnützig) entstehen, welches Leistungen am Markt anbietet.

Frage 3: Welche Förderquoten können Unternehmen bekommen?


Die förderfähigen Arbeitspakete/Teilarbeitspakete (APe) eines Vorhabens werden durch den Projektträger einzeln in die Kategorien experimentelle Entwicklung und industrielle Forschung eingestuft. Diese Kategorien werden in Frage 4 und Frage 5 näher erläutert.

Diese Betrachtung erfolgt für jeden Projektpartner einzeln und unabhängig voneinander. Das bedeutet, dass die Förderquote eines Verbundpartners abhängig von seinem spezifischen F&E-Anteil ist, nicht vom F&E-Gehalt des gesamten Verbundes.

  • Für APe, die der „experimentellen Entwicklung“ zugeordnet werden, ist eine Förderquote von 25 Prozent möglich.
  • Für APe, die der "industrielle Forschung" zugeordnet werden, ist eine Förderquote von 50 Prozent möglich.

Für das gesamte Vorhaben ergibt sich daraus eine gewichtete mittlere Förderquote im Bereich zwischen 25 Prozent und 50 Prozent, je nach Charakter der einzelnen APe.

Zusätzlich zu dieser Förderquote sind verschiedene Boni möglich, die auf diese mittlere Förderquote aufgeschlagen werden können:

Zusammenarbeitsbonus:

  • Bei Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungspartnern oder Unternehmen und KMU kann bei allen beteiligten Unternehmen ein Aufschlag von 15 Prozent gewährt werden, wenn das Vorhaben ansonsten nicht durchgeführt werden kann.

KMU-Bonus*:

  • Für kleine Unternehmen kann ein Aufschlag von 20 Prozent gewährt werden, wenn das Vorhaben ansonsten nicht durchgeführt werden kann.
  • Für mittlere Unternehmen kann ein Aufschlag von 10 Prozent gewährt werden, wenn das Vorhaben ansonsten nicht durchgeführt werden kann.

 

*Weitere Informationen zum KMU-Bonus finden Sie unter:

KMU-Definition der Europäischen Kommission

Kurzanleitung zum Ausfüllen der KMU-Erklärung (erst notwendig bei Antragstellung)

Das Formular zur KMU-Erklärung ist in unseren Downloads verfügbar.

Frage 4: Was ist unter „experimenteller Entwicklung“ zu verstehen?


  • Erwerb, Kombination, Gestaltung, Verwendung vorhandener, einschlägiger Kenntnisse, Fertigkeiten mit dem Ziel Pläne/Entwürfe für veränderte oder verbesserte Produkte, Verfahren, Dienstleistungen zu erarbeiten

  • Demonstrations- oder Pilotprojekte und Entwicklung (auch kommerziell nutzbarer) Prototypen, wenn Herstellung allein zu Demonstrationszwecken zu teuer ist

 Routinemäßige Änderungen an Produkten oder Verfahren sind nicht förderfähig!

Frage 5: Was versteht man unter „industrieller Forschung“?


  • planmäßiges Forschen oder kritisches Erforschen zur Gewinnung neuer Kenntnisse und Fertigkeiten mit dem Ziel, neue oder erheblich verbesserte Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen zu entwickeln

  • Entwicklung von Teilen komplexer Systeme und Prototypen in laborähnlichen Umgebungen, wenn dies für die Validierung technologischer Grundlagen nötig ist

Verfahrensfragen

Frage 6: Bis wann muss meine Skizze eingereicht werden?


Das Online-Antragssystem easy-Online ermöglicht eine Einreichung der Skizzen bis zum 15. Februar 2021 23:59 Uhr.

Eine spätere Einreichung ist nicht möglich.

Das rechtsverbindlich unterzeichnete easy-Online-Formular (als Original) sowie alle erforderlichen Unterlagen (u.a. Skizzendokument und LOIs aller Verbundpartner) müssen postalisch bis zum 16. Februar 2021 (Datum des Poststempels) an den Projektträger versandt worden sein.

Projektträger Jülich – erkennen. fördern. gestalten.


Der Projektträger Jülich arbeitet im Auftrag von:
Der Projektträger Jülich in Zahlen im Jahr 2019
1.320
Mitarbeiter/innen
28.146
Laufende Vorhaben
1950
Fördervolumen in Mio. Euro
4
Geschäftsstellen

PtJ ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001 : 2015 und ISO 27001 auf Basis IT-Grundschutz