Deutsches Netzwerk für Bioinformatik-Infrastruktur

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Entwicklung der modernen Lebenswissenschaften wird von sprunghaften Technologiefortschritten in analytischen Bereichen wie Sequenzierung, Omics-Verfahren und bildgebenden Methoden angetrieben. Mit Hilfe dieser Technologien werden große Datenmengen (BIG DATA) produziert, deren Analyse und Wertschöpfung große Chancen für Wissenschaft und Gesellschaft bietet.

Diese umfängliche Generierung von Daten stellt aber auch große Anforderungen an ihre optimale Archivierung und Prozessierung. International wettbewerbsfähige und standardkonforme Verwaltung, Bereitstellung und Nutzung großvolumiger Datenmengen in den gesamten Lebenswissenschaften setzen die Verfügbarkeit von entsprechender Hardware, gepflegten Datenbanken und validen Werkzeugen der Bioinformatik voraus. Ebenso macht das stetig steigende Datenvolumen die Expansion von Rechen- und Speicherkapazitäten notwendig.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) trägt diesen Herausforderungen mit dem gezielten Aufbau eines „Deutschen Netzwerkes für Bioinformatik-Infrastruktur“ Rechnung, in dem die bisher aufgebauten Expertisen und Ressourcen auf diesem Gebiet gebündelt, koordiniert und an den gesteigerten Bedarf angepasst werden sollen.

Im Juni 2013 wurde dazu die Förderrichtlinie „Deutsches Netzwerk für Bioinformatik Infrastruktur“ veröffentlicht. Im März 2015 begann – nach Abschluss einer sechsmonatigen Konzipierungsphase - der Aufbau des "Deutschen Netzwerkes für Bioinformatik-Infrastruktur". Dieses Netzwerk besteht nun aus mehreren Leistungszentren und einer Koordinierungseinheit. Es ist eine Gemeinschaftseinrichtung, die bioinformatische Dienstleistungen anbietet und diese kontinuierlich weiterentwickelt. Die Leistungszentren verfügen über spezifische Expertisen und Ressourcen in der Bioinformatik, die sie im Rahmen dieser Infrastrukturinitiative zur Verfügung stellen. Unterstützt durch die Koordinierungseinheit wird so ein Netzwerk aufgebaut, das die Kompetenzen der einzelnen Leistungszentren bündelt und somit eine thematisch umfassende und nachhaltige IT-Basis für die gesamte lebenswissenschaftliche Forschung bereitstellt. Im November 2015 wurde in diesem Zusammenhang die ergänzende Förderrichtlinie de.NBI-Partner veröffentlicht. Damit soll die Expertise des Netzwerkes für Bioinformatik vervollständigt werden. Projektskizzen können bis zum 22. Februar 2016 elektronisch unter https://www.pt-it.de/ptoutline/application/de_nbi_partner eingereicht werden. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der aktuellen Bekanntmachung.

Das Netzwerk soll den effizienten Einsatz von Zukunftstechnologien in allen Bereichen der lebenswissenschaftlichen Forschung sichern und damit die Wettbewerbsfähigkeit des Forschungsstandorts Deutschland verbessern. Es unterstützt die Erreichung der Ziele des Rahmenprogramms Gesundheitsforschung der Bundesregierung und der Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 im Sinne einer Querschnittstechnologie.

Die Fördermaßnahme richtet sich an bestehende Einrichtungen in Deutschland aus allen Bereichen der Lebenswissenschaften, die bedeutende technische Infrastrukturen, Daten-Ressourcen und Werkzeuge der Bioinformatik bereitstellen.

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