BioIndustrie 2021

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

 Die "Weiße" Biotechnologie gilt nach der "Roten" (medizinischen) und "Grünen" (landwirtschaftlichen) als dritte Welle der Biotechnologie. Dabei werden herkömmliche chemische Produktionsprozesse zunehmend durch den Einsatz von Mikroorganismen, Enzymen oder anderen Produktionssystemen optimiert oder ersetzt. Neue Produktklassen, deren chemische Synthese bislang nicht möglich war, können erschlossen werden. Materialien aus pflanzlichen Rohstoffen, Biopolymere als Kunststoffersatz und umweltverträgliche Chemikalien gehören zu den Produkten. Mit der industriellen Biotechnologie sollen aber auch neue Produkte und Prozesse für andere Industriezweige wie Lebensmittel-, Kosmetik- Papier-, Zellstoff-, Textil- und Lederindustrie sowie darüber hinaus für weitere Sektoren entwickelt werden.

Die BMBF-Initiative "BioIndustrie 2021" trägt dazu bei, Ideen und Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der "Weißen Biotechnologie" aus Hochschulen und Forschungsinstituten schneller als Produkte auf den Markt zu bringen. Als Teil der Hightech-Strategie der Bundesregierung werden bis 2011 bis zu 60 Millionen Euro an Fördermitteln in diesen Bereich der Biotechnologie fließen. Mit zusätzlichen Mitteln aus der Wirtschaft sollen Forschungs- und Entwick-lungsprojekte in einem Gesamtvolumen von über 150 Millionen Euro finanziert werden.

Ausgehend von der Vision einer BioIndustrie 2021 – der Diffusion biotechnologisch-basierter Produkte und Prozesse in zahlreichen Industrien bis zum Jahr 2021 – sollen strategisch angelegte Cluster unter maßgeblicher Beteiligung der Wirtschaft ins Leben gerufen werden. Mit der Fördermaßnahme wird zudem das Ziel verfolgt, weitere erhebliche Investitionen – insbesondere von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft – für die Forschung und Entwicklung im Bereich der industriellen Biotechnologie zu mobilisieren.

Ziel ist es, Innovationspotenziale und -kompetenzen von sich selbst organisierenden und nachhaltigen Netzwerken verstärkt für die Verbesserung der wirtschaftlichen Wertschöpfung, der Wettbewerbsfähigkeit und der Beschäftigungssituation zu erschließen. Dafür sollen sich von Beginn an überregionale und regionale Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzwesen zusammenfinden.

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