ANIHWA ERA-NET – Animal Health and Welfare

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Tierhaltung und damit verbunden die vielfältigen Aspekte der Tiergesundheit können das Wohlergehen landwirtschaftlicher Nutztiere stark beeinträchtigen. Dies hat nicht nur unmittelbare Folgen für das Tier und dessen Halter, sondern kann erhebliche Auswirkungen auf Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft haben.

Thematischer Schwerpunkt des ERA-Nets ANIHWA (Animal Health and Welfare) sind die Gesundheit und das Wohlergehen von Nutztieren: Durch europäische Forschungsprojekte sollen grundsätzlich neue Ansätze in der Nutztierhaltung mit der Intention eines fortschrittlichen, sicheren und tiergerechten Präventions- und Krankheitsmanagements sowie innovative Wege im Umgang mit Antibiotika bzw. anderen Therapeutika erarbeitet werden. Ziel ist es, mittels Forschung neue zukunftsorientierte Optionen für die Sicherheit von Lebensmitteln tierischer Herkunft und tiergerechte Haltungssysteme bereitzustellen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt gemeinsam mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz (BMELV) und 28 weiteren europäischen Partnern aus 18 Ländern die neue Forschungsoffensive ANIHWA im Bereich Tiergesundheit und -wohlergehen. ANIHWA ist eine Weiterentwicklung der europäischen ERA-Net-Aktivität EMIDA (Emerging and Major Infectious Diseases of Livestock), die sich mit der Erforschung von Infektionskrankheiten bei Nutztieren beschäftigt und ergänzt sie u.a. um den wichtigen Aspekt des Tierwohlergehens. Die Bekanntmachung unterstützt die Zielstellung der Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030 im Aktionsfeld „Gesunde und sichere Lebensmittel produzieren“.

Im Rahmen der jetzt gestarteten ersten Ausschreibung stehen ca. 14 Mio. Euro für transnationale Forschungsprojekte bereit. Ziel ist es, die technologischen und wissenschaftlichen Kompetenzen der beteiligten Forschungspartner im europäischen Umfeld zu bündeln und zu vernetzen. So erhalten deutsche Kooperationspartner Zugang zum Know-how anderer europäischer Partner. Die europaweite Kooperation unterstützt auch die Ziele der Internationalisierungsstrategie des BMBF und leistet einen Beitrag zur Erreichung der Lissabon-Ziele. Die Förderinitiative ist komplementär zur Förderung im 7. EU-Forschungs-rahmenprogramm und wird zudem von der Europäische Kommission unterstützt.

Interessierte Forscher/innen können ihre Projektideen bis zum 16.November 2012 einreichen.

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