Ideenwettbewerb Biotechnologie und Medizintechnik

eine Initiative des Landes Baden-Württemberg

Mediziner aus Baden-Württemberg haben im Oktober 2010 erstmals in Deutschland mit einem Roboter von einem Computerarbeitsplatz aus eine ferngesteuerte HNO-Operation durchgeführt und ein bösartiges Geschwür aus dem Rachen eines Patienten entfernt. Dieser Erfolg bestätigt einmal mehr, dass das Bundesland zu den führenden Regionen Deutschlands in der bio- und medizintechnischen Forschung gehört. Damit dies so bleibt, wollte die Landesregierung das Forschungsfeld auch im Hinblick auf wirtschaftliche Umsetzungen weiter vertiefen und entwickeln. Dabei sollten vor allem interessante Ideen mit einem hohen wissenschaftlich-technischen Erfolgsrisiko gefördert werden, die ohne diese Unterstützung nicht weiter verfolgt werden könnten.

Zu diesem Zweck startete das Wissenschaftsministerium mit der Bekanntmachung vom 29. September 2010 den „Ideenwettbewerb Biotechnologie und Medizintechnik“ Baden-Württemberg. Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Sitz in Baden-Württemberg waren aufgefordert, Ideen zu neuen Ansätzen in den Bereichen synthetische Biologie, Bioverfahrenstechnik, molekulare Bionik und Medizintechnik vorzuschlagen. Sie sollten die Möglichkeit erhalten, ihre Ideen soweit auszuarbeiten, dass deren Machbarkeit nachgewiesen werden konnte.

Bis zum Stichtag 19. November 2010 ging eine unerwartet hohe Anzahl von Projektvorschlägen ein. Eine unabhängige Jury wählte von den 123 eingereichten Projektskizzen zunächst insgesamt 42 für die Förderung der Machbarkeitsnachweise aus (siehe „Liste der Preisträger 2010“). Darunter waren 7 Vorschläge aus der Industrie, 26 aus Hochschulen und Universitäten, 8 aus Landesinstituten und einer aus einem Fraunhofer-Institut. Der Förderzeitraum erstreckte sich vom 1. März bis zum 30. November 2011. Vom 16. bis zum 18. Januar 2012 fand die Präsentation der in den Projekten erzielten Ergebnisse im Haus der Wirtschaft in Stuttgart statt, an der über 150 Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik teilnahmen (siehe „Flyer“). Auf der Grundlage der zuvor einge-reichten schriftlichen Berichte sowie der Vorträge und Poster einschließlich reger Diskussionen wurden von der Jury zehn Gewinner (siehe „Liste der Preisträger 2012“) des Wettbewerbes ermittelt. Ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl war das wirtschaftliche Potenzial der Projekte. Zum Abschluss der Veranstaltung wurden die Sieger vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) öffentlich prämiert. Sie erhalten nun die Möglichkeit Ihre Ideen weiter zu verfolgen und rasch einer wirtschaftlichen Anwendung zuzuführen. Hierzu gehören 1 Projekt aus dem Bereich Synthetische Biologie, 3 Projekte aus dem Bereich Bioverfahrenstechnik, 1 Projekt aus dem Bereich Molekulare Bionik und 5 Projekte aus dem Bereich Medizintechnik. Das MWK stellt hierfür Fördermittel für einen Zeitraum von drei Jahren zur Verfügung. Zu den Gewinnern zählt auch ein Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und bei vielen anderen ist die Industrie mit eingebunden. Mittelfristig ist bei erfolgreichem weiterem Verlauf mit einer wirtschaftlichen Umsetzung zu rechnen.

 Schlusspräsentation und Prämierung - Januar 2012

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