Forschungspreis „Nächste Generation biotechnologischer Verfahren“

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Im Jahr 2010 hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Strategieprozess „Nächste Generation biotechnologischer Verfahren – Biotechnologie 2020+“ gestartet. Die Initiative soll dazu beitragen, das in der "Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030" der Bundesregierung festgehaltene Ziel, nachwachsende Rohstoffe mit biotechnologischen Verfahren verstärkt industriell in verschiedensten Wirtschaftszweigen und Anwendungsfeldern zu nutzen, langfristig zu erreichen. Die Fördermaßnahme „Forschungspreis“ ist wie die Fördermaßnahme „Basistechnologien“ Teil der Initiative Biotechnologie 2020+ des BMBF.

Einreichungsfrist:Einreichungsfrist ( abgelaufen: 12. Oktober 2015 – 31. Januar 2016 )

Informationen zur Förderung


Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind wissenschaftliche Einrichtungen (Universitäten, Fachhochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sowie Bundes- und Landeseinrichtungen mit Forschungsaufgaben), die ihren Sitz in Deutschland haben. Forschungseinrichtungen, die von Bund und/oder Ländern grundfinanziert werden, kann neben ihrer ­institutionellen Förderung nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Projektförderung für ihre zusätzlichen projektbedingten Ausgaben oder Kosten bewilligt werden.

Was wird gefördert?

Die mit dem Forschungspreis verbundenen Förderziele sind:

  • Auszeichnung wissenschaftlicher Durchbrüche, die für die Entwicklung einer nächsten Generation biotechnologischer Verfahren relevant sind.
  • Finanzierung einer Forschungsgruppe im wissenschaftlichen Umfeld des maßgeblich an den Forschungsresultaten beteiligten Forschers, um den wissenschaftlichen Durchbruch für die Entwicklung einer nächsten Generation biotechnologischer Verfahren fruchtbar zu machen.

Die Bekanntmachung erfolgt alle zwei Jahre. Der Gewinner erhält als Preis eine bis zu fünfjährige Förderung der Forschungsgruppe einschließlich seiner eigenen Stelle als Projektleiter.

Wie wird gefördert?

Die Zuwendungen können im Wege der Projektförderung als nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt werden. Die Höhe der Zuwendung pro Vorhaben richtet sich im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel nach den Erfordernissen des beantragten Vorhabens.

Bemessungsgrundlage für Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren – HZ – und der Fraunhofer-Gesellschaft – FhG – die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten), die individuell bis zu 100 Prozent gefördert werden können.

Bei Forschungsvorhaben an Hochschulen wird zusätzlich zu den zuwendungsfähigen Ausgaben eine Projektpauschale in Höhe von 20 Prozent gewährt.

Preisträger der bisherigen drei Auswahlrunden


Erste Auswahlrunde (2012):

  • Herr Prof. Kragl (Universität Rostock) erforscht die Anwendungsfelder ionischer Flüssigkeiten in der Biotechnologie, z. B. bei der Bereitstellung von Reaktionskompartimenten für Enzymkatalysen.
  • Herr Dr. Harnisch (UFZ Leipzig) widmet sich der mikrobiellen Bioelektrotechnologie; mit der u. a. zukünftig Grund- und Feinchemikalien hergestellt werden sollen.

Zweite Auswahlrunde (2014):

  • Herr Dr. Schiller (Universität Freiburg) macht sich u. a. die synthetische Biologie zunutze, um Bakterien mit de novo-Organellen auszustatten und so die Herstellung von bislang nicht biosynthetisch herstellbaren Produkten zu ermöglichen.

Dritte Auswahlrunde (2016):

  • Herr Prof. Schwaneberg (RWTH Aachen) beschäftigt sich mit ganzen Zellen als Biokatalysatoren und ihrer Optimierung durch synthetische Biofilme zur zukünftigen Nutzung als Produktionsplattform in der nachhaltigen Stoffproduktion.
  • Frau Dr. Gutekunst (Universität Kiel) untersucht die biologische Wasserstoffproduktion (H2-Produktion) in Cyanobakterien, um so zur nachhaltigen Energieerzeugung beizutragen.

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