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Regenerative Technologien
Die Regenerativen Technologien befassen sich mit dem Ersatz von geschädigten Geweben und Organen sowie der Wiederherstellung gestörter Organfunktionen. Ihre Anwendungen z.B. bei der Regeneration von Haut, Knorpel oder Herz haben bereits Einzug in die klinische Praxis gehalten. Weiterhin wird durch die großen medizinisch-technischen Weiterentwicklungen bei Organtransplantationen sowie dem spezifischen Ersatz von Zell-, Gewebs- und Organfunktionen das Überleben vieler Patienten mit schwerwiegenden Krankheiten ermöglicht.
- Einreichungsfrist 19. November 2008
- Bekanntmachung Regenerationstechnologien für den Einsatz in der Medizin
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) haben seit 1990 mit insgesamt 230 Millionen Euro Investitionen in die entsprechenden Forschungen eine gute Grundlage geschaffen. Deutschland nimmt auf dem Gebiet der Regenerativen Technologien und Medizin in Wissenschaft und Wirtschaft im internationalen Vergleich einen Platz an vorderster Stelle ein.
Gestützt auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Wissenschaftlern aus den Bereichen Biologie, Chemie, Physik, Materialforschung, Geräte- und Verfahrenstechnologie, Informatik sowie Medizin findet Innovation statt. Die Kooperation dieser großen Zahl von Wissensbereichen einerseits und der Aufgabe, die Wechselwirkung von Struktur und Funktion organischen Zellgewebes weiter zu untersuchen, bringt – neben den praktischen Anwendungen – erheblichen Erkenntnisgewinn auf dem Gebiet der Life Sciences. Die Schwierigkeit dabei ist, die entsprechenden "Ingredenzien" der Forschung zu koordinieren und die Translation, d.h. die Umsetzung der technologischen Grundlagen in gut anwendbare klinische Produkte und Verfahren, zu bewerkstelligen.
Zur Bewältigung dieser Aufgaben wurden mit maßgeblicher Unterstützung des BMBF, flankiert von den Ländern Berlin, Brandenburg und Sachsen, seit 2006 zwei Translationszentren in Leipzig und Berlin aufgebaut. Ein drittes Zentrum, ebenfalls Bund-Land finanziert, wurde im April 2009 in Rostock eröffnet. An der Technischen Universität Dresden sowie an Medizinischen Hochschule Hannover gibt es, gefördert von der DFG, zwei Zentren dieser Art.
Bisherige Erfahrungen zeigten, dass therapeutisch und wirtschaftlich erfolgversprechende Projekte zur Regenerativen Medizin neben wissenschaftlicher Exzellenz bereits in frühen Entwicklungsphasen vertiefte Kenntnisse zur Gesundheitsökonomie sowie bezüglich der Rechtsnormen zur Produktsicherheit und Herstellung erfordern. Zur Unterstützung dieser Aspekte gab das BMBF Mitte 2008 die "Richtlinien zur Förderung der Entwicklung und Validierung von Methoden und Verfahren der Regenerationstechnologien für den Einsatz in der Medizin" heraus.
Das Bundesministerium fördert auf dieser Grundlage mit rund 15 Millionen Euro überwiegend industriegeführte Verbundprojekte, in denen sich Arbeitsgruppen entlang der Wertschöpfungskette zu flexiblen Kooperationen zusammenschlossen. Es werden Konzepte und Methoden entwickelt, um Defizite bei der therapeutischen und gesundheitsökonomischen Bewertung von in der Entwicklung bereits fortgeschrittenen Produkten und/oder Therapieverfahren auf dem Feld der Regenerationstechnologien zu identifizieren und zu beseitigen.
Um transdisziplinären Ansätze umzusetzen, ist internationale Zusammenarbeit mit den jeweiligen weltweit führenden Experten ein zielführendes Instrument. Dies ist ein erklärtes Ziel der Internationalisierungsstrategie des BMBF. Es setzt sich dafür ein, zur Förderung der internationalen Zusammenarbeit bilaterale Abkommen mit Forschungsfördereinrichtungen in den USA im Bereich der Regenerativen Medizin zu schließen. Seit Oktober 2009 existiert ein solches Memorandum of Understanding mit dem Californian Institute for Regenerative Medicine (CIRM), das die Teilnahme deutscher Forscher oder Forschungseinrichtungen an Ausschreibungen des CIRM im Rahmen amerikanisch-deutscher Kooperationen ermöglicht. Umgekehrt wird es amerikanischen Forschern und Forschungseinrichtungen möglich sein, sich an deutschen Bekanntmachungen im Rahmen deutsch-amerikanischer Kooperationen zu beteiligen.
Ansprechpartner/in
- Dr. Marion Wehner 02461 61-4809 m.wehner@fz-juelich.de
- Dr. Bülent Genç 02461 61-5265 b.genc@fz-juelich.de
Publikationen
- Vorteilhafte Implantate aus körpereigenen Zellen (PDF - 1 MB - barrierefrei) Flyer zur Förderung der Regenerativen Medizin (pdf-Datei barrierefrei)
Weiterführende Links
- Abschlußbericht 2007, Regenerationstechnologien für Medizin und Biologie Beiträge für ein strategisches Förderkonzept
- Studie 2007, Regenerationstechnologien für Medizin und Biologie Beiträge für ein strategisches Handlungskonzept, Capgemini Deutschland GmbH
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