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Ökosystem Meer
Die marinen Ökosysteme spielen eine wichtige Rolle im System Erde. Sie wurden bislang wenig erforscht, weil der Lebensraum Meer eine enorme Ausdehnung hat und die Lebensbedingungen äußerst unterschiedlich sind. Da das Meer zunehmenden Nutzungsansprüchen durch den Menschen ausgesetzt ist und der Klimawandel sich auch hier bemerkbar macht, rücken die marinen Ökosysteme zunehmend in den Blickwinkel der Wissenschaft. Eine nachhaltige Nutzung der marinen Ressourcen setzt allerdings fundierte Kenntnisse über Strukturen und Funktionen in den entsprechenden Ökosystemen voraus. Nur auf dieser Grundlage können die Grenzen der Belastbarkeit des Meeres ermittelt werden.
- Einreichungsfrist unbefristet
Das Meer ist der größte Lebensraum der Erde. Die Strukturen und Funktionen der marinen Ökosysteme sind allerdings kaum erforscht. Daher lässt sich auch kaum abschätzen, wie sich der Klimawandel und seine Folgen sowie anthropogene Einflüsse auf das Meer auswirken. Betroffen sind nicht nur Strukturen und Funktionen innerhalb der Nahrungsnetze, sondern auch der Ablauf biogeochemischer Prozesse. Andererseits werden sich die Störungen des marinen Ökosystems global, also auch auf das Klima, auswirken.
Der Themenkreis "Marine Ökosysteme und Globaler Wandel" ist Gegenstand mehrerer internationaler Projekte im Rahmen des International Geosphere-Biosphere Programme (IGBP). An ihrer Formulierung haben deutsche Wissenschaftler mitgewirkt. Zu einem der Programme gibt es ein deutsches Teilprogramm, für zwei weitere sind deutsche Beiträge in Vorbereitung.
Global Ocean System Dynamics (GLOBEC)
GLOBEC untersucht die Auswirkungen klimatischer Variabilitäten auf die gesamte Nahrungskette, auch auf die Fische. Um heimische Fischarten in Zukunft nachhaltig nutzen zu können, werden im deutschen GLOBEC-Programm in Nord- und Ostsee die komplexen Beziehungen zwischen den Nutzfischen und ihren Nährtieren sowie die Abhängigkeit dieser Wechselwirkungen von klimatischen Bedingungen untersucht.
Surface Ocean-Lower Atmosphere Study (SOLAS)
In SOLAS soll ein quantitatives Verständnis der wichtigsten biogeochemisch-physikalischen Wechselwirkungen und Rückkopplungen zwischen dem Ozean und der Atmosphäre gewonnen werden. Gegenwärtig ist ein deutscher Beitrag zu SOLAS mit dem Titel "Ozeanische Oberflächenprozesse im Anthropozän" in Vorbereitung.
Integrated Marine Biochemistry and Ecosystem Research (IMBER)
Im Mittelpunkt von IMBER stehen die Wechselwirkung zwischen den marinen biogeochemischen Kreisläufen und den Ökosystemen sowie die Frage, wie diese Wechselwirkungen mit den Prozessen des globalen Wandels gekoppelt sind. Mit der Ausarbeitung eines deutschen Beitrages wurde begonnen.
Meeresforschung für Nachhaltigkeit
In Randmeeren und Küstenregionen ist die marine Forschung darauf gerichtet, die Wissensbasis für einen nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen in diesen Meeresgebieten zu legen. Trotz laufender nationaler und internationaler Forschungs- und Monitoringprogramme gibt es erheblichen Forschungsbedarf, um den Zustand der Meere, die Auswirkungen klimatischer Änderungen, die Auswirkungen von anthropogenen Einflüssen und die Wirksamkeit von Schutzmaßnahmen feststellen und beurteilen zu können. Wichtige Arbeitsfelder sind die Eutrophierung, die Untersuchung von Schadstoffen im Meer und die Biodiversität.
Förderung
Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Die Förderung erfolgt durch nicht rückzahlbare Zuschüsse, wobei Unternehmen sich in der Regel bei Antragstellung mit mindestens 50 Prozent beteiligen müssen.
Ansprechpartner/in
- Dr. Joachim Harms 0381 5197-280 j.harms@fz-juelich.de
Weiterführende Links
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