„Verlust der Nacht“: Dokumentation stellt Forschungsprojekt zur Lichtverschmutzung vor

11. Juli 2014

Lichtverschmutzung ist die Beeinträchtigung des natürlichen Lichtes in der Nacht durch künstliches Licht. Der interdisziplinäre Forschungsverbund „Verlust der Nacht“ erforscht, wie sich diese Lichtverschmutzung auf Menschen, Tiere und Pflanzen auswirkt und welchen Einfluss sie auf bestehende Ökosysteme ausübt. Unter der Federführung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Medizin, Biologie, Physik, Ingenieur- und Sozialwissenschaften mögliche Auswirkungen der Zunahme nächtlicher Beleuchtung durch künstliche Lichtquellen. Darüber hinaus ist es Ziel des Projektes, auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse nachhaltigere und effizientere Beleuchtungskonzepte zu entwickeln.

Ein Filmteam hat die Beteiligten nun bei ihren Forschungsarbeiten begleitet und beleuchtet im Rahmen einer Wissenschaftsdokumentation die einzelnen Forschungsaspekte. Neben den unterschiedlichen Disziplinen zeigt der Film auch die Orte, an denen Messungen durchgeführt werden. Der Film ist in deutscher und englischer Sprache verfügbar.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt im Rahmen des Programms „Forschung für Nachhaltige Entwicklungen (FONA)“. Der Projektträger Jülich (PtJ) steht den Forscherinnen und Forschern beratend zur Seite. Neben den Instituten des Forschungsverbunds können sich auch Bürgerinnen und Bürger am Projekt „Verlust der Nacht“ beteiligen. Mit der gleichnamigen Smartphone-App sollen sie die Sterne an ihrem Standort zählen. Die Daten werden an die Forscherinnen und Forscher übermittelt, die so Karten erstellen können, um die Himmelshelligkeit zu bestimmen.

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