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Nachwuchswettbewerb Molekulare Grundlagen der humanen Ernährung
Die Ernährung spielt bei Entstehung und Verlauf vieler Krankheiten oft eine zentrale Rolle. Sie wirkt nicht nur unmittelbar wie z.B. bei Allergien, die auf Abwehrreaktionen des Körpers gegen bestimmte Nahrungsbestandteile zurückzuführen sind, sondern auch indirekt, etwa bei Stoffwechselerkrankungen wie Fettsucht, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Leiden.
- Einreichungsfrist 02. April 2001
- Bekanntmachung Molekulare Grundlagen der humanen Ernährung
Zur Prävention oder positiven Beeinflussung ernährungsbedingter Krankheiten ist es dringend erforderlich, funktionelle Nahrungsmittel mit gesundheitsfördernden Charakteristika zu entwickeln. Voraussetzung dafür, aber auch für Ernährungsempfehlungen bzw. Ernährungsberatungen, ist die genaue Kenntnis über die Interaktion von Nahrungsmittelbestandteilen mit dem menschlichen Organismus. Wissenschaftliche Erkenntnisse über die Funktionalität einzelner Lebensmittelbestandteile auf molekularer, zellulärer und physiologischer Ebene tragen dazu bei, die Ernährungssituation und den Gesundheitszustand der Bevölkerung zu optimieren.
Im Zuge des Wettbewerbs zum Forschungsschwerpunkt „Molekulare Grundlagen der humanen Ernährung" will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) durch die Förderung der selbstständigen Nachwuchsgruppen dazu beitragen, der molekularen Ernährungsforschung neue Impulse zu geben. Es sollen ungeklärte Mechanismen der molekularen Wirkung von Nahrungsbestandteilen auf den Stoffwechsel in Hinblick auf Auswirkungen, Beeinflussbarkeit und Prävention von ernährungsassoziierten Krankheiten charakterisiert werden.
Ziel dieser Fördermaßnahme ist es, qualifizierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern hervorragende Forschungsbedingungen und berufliche Perspektiven in Deutschland zu bieten. Innerhalb von fünf Jahren soll ihnen die Möglichkeit gegeben werden, sich mit einer selbstständigen Arbeitsgruppe durch moderne Forschungsansätze in der internationalen Wissenschaft zu etablieren, um hierdurch Innovationspotentiale für die Wissenschaft in Deutschland zu erschließen.
Mit Unterstützung eines internationalen Gutachtergremiums hat das BMBF sieben selbstständige Nachwuchsgruppen zur Förderung ausgewählt. Zu den Themen passende, bereits etablierte Forschungsprojekte der aufnehmenden Einrichtung sollen durch die Nachwuchsgruppen verstärkt werden.
Inhalte der Forschung der Gruppen sind u. a. molekulare Mechanismen von Nahrungsallergien; nutrive und hormonelle Regulation der Nahrungsaufnahme und die Bedeutung von Nahrungsfaktoren bei der Entstehung metabolischer Erkrankungen. Dabei werden z. B. gesundheitsrelevante Stoffwechselwege identifiziert und deren Modulation durch Nahrungsbestandteile untersucht.
Ansprechpartner/in
- Dr. Georg Stöcker 02461 61-4872 g.stoecker@fz-juelich.de
- Dr. Henrike Boermans 02461 61-4859 h.boermans@fz-juelich.de
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