Materialien für eine ressourceneffiziente Industrie und Gesellschaft - MatRessource - 3. Runde

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Förderrichtlinie MatRessource trat bereits am 02. November 2010 in Kraft. Diese erneute Bekanntmachung beinhaltet neben geringfügigen thematischen und formalen Änderungen einen weiteren Stichtag, zu dem Projektskizzen eingereicht werden können.

Mit der Maßnahme MatRessource fördert das BMBF die bessere Nutzung von Ressourcen durch Materialinnovationen. Durch die Forschungsprojekte sollen die Abhängigkeit von Rohstoffimporten dauerhaft verringert, die internationale Wettbewerbsfähigkeit durch Senkung der Energie- und Materialkosten verbessert und die Umwelt entlastet werden.

Die Rohstoffknappheit zwingt eine Industriegesellschaft dazu, Innovationen für mehr Ressourceneffizienz und eine erhöhte Rohstoffproduktivität voranzutreiben. Vor allem energetische und metallische Rohstoffe müssen in Deutschland in großem Umfang aus dem Ausland importiert werden. Vor diesem Hintergrund ist sowohl die effiziente Nutzung von Rohstoffen als auch die Erhöhung der Materialeffizienz und die Substitution eine Herausforderung der Zukunft, deren Bedeutung dem Klimaschutz entspricht.

Rund 70 % aller technischen Innovationen hängen direkt oder indirekt von den Eigenschaften der verwendeten Materialien ab. Allein durch effizienteren Materialeinsatz und ressourcenschonendere Prozesse lassen sich in mittelständischen Betrieben die Kosten im Schnitt jährlich um 220.000 Euro senken und 2,5 % mehr Umsatzrentabilität erzielen. Ressourceneffizienz ist ein Schlüssel für den Erfolg der deutschen Wirtschaft im globalen Wettbewerb, wenn es gelingt, das Wirtschaftswachstum vom steigenden Ressourcenverbrauch zu entkoppeln.

Im Fokus der BMBF-Förderrichtlinie MatRessource stehen deshalb die folgenden Themen:

  • Substitution und Materialeffizienz: Verringerung der Abhängigkeit von strategischen Metallen und Erhöhung der spezifischen Materialausbeuten
  • Korrosionsschutz: Verbesserte Oberflächenschutzsysteme und neue Materialien mit deutlich erhöhter Korrosionsbeständigkeit zur Lebensdauererhöhung von Bauteilen und Anlagen und zur Effizienzsteigerung von Energieanlagen
  • Katalyse und Prozessoptimierung: Sicherung der Rohstoffversorgung durch (neue) an den Rohstoffwandel angepasste Katalysatoren, Ressourceneinsparung durch Erhöhung von Katalysatorstandzeiten, Prozessintensivierung durch aktivere Katalysatoren und multi-funktionale Reaktoren bei gleichzeitiger Steigerung der Energieeffizienz

Die angestrebten Forschungs- und Entwicklungsprojekte sollen wirkungsvolle Impulse geben, um einen Beitrag zur Erhöhung der Ressourceneffizienz zu leisten. Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (mit Sitz und überwiegender Ergebnisverwertung in Deutschland), Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen.

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