Mathematik für Innovationen in Industrie und Dienstleistungen

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Die Mathematik gilt als "verborgene" Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts. Eine zentrale Rolle spielt sie in der Grundlagenforschung. Hier bildet sie die Basis für einfache Werkzeuge ebenso wie für komplexe Theorien. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) trägt mit dem Förderbereich "Ausgewählte Gebiete der Mathematik" der Einsicht Rechnung, dass zahlreiche Probleme von öffentlichem Interesse ohne die Entwicklung moderner mathematischer Methoden nicht gelöst werden können.

Die Stärkung der angewandten mathematischen Forschung ist das Ziel des Mathematik-Programms, das das BMBF 1993 erstmals aufgelegt hat. Dabei stehen die Weiterentwicklung mathematischer Grundlagen und die Lösung konkreter Probleme im Mittelpunkt. Grundlegendes Förderkriterium ist, dass die Arbeiten der beteiligten Mathematiker sowohl der Verbesserung der mathematischen Grundlagen als auch der Lösung konkreter Anwenderprobleme dienen müssen.

Die Richtlinien zur 6. Förderperiode "Mathematik für Innovationen in Industrie- und Dienstleistungen" für den Förderzeitraum bis Mitte 2013 will vor allem konkrete Lösungsansätze aus der Industrie und dem Dienstleistungsbereich unterstützen. Unter anderem in den Bereichen Modellierung und Numerik von Multiskalen- und hybriden Systemen (einschließlich effektive Abbildung auf moderne Rechnerarchitekturen), gekoppelte Multiphysik-Systeme, Modellierung und Simulation vollständiger Prozessketten, Modellierung, Simulation und Optimierung unter Unsicherheiten, Echtzeitverfahren, hochdimensionale Problemstellungen, Modellreduktion und Modelladaptation, modellbasierte Informationsextraktion, skalierbare mathematische Algorithmen für Mehrkernprozessoren. Von besonderem Interesse ist dabei die Kopplung von methodischen Ansätzen für unterschiedliche Problemaspekte (z.B. diskrete, kontinuierliche, nicht-lineare, räumlich verteilte, unter Echtzeitanforderungen, unter Unsicherheit, stochastische).

Im Vordergrund steht die Bearbeitung von Fragestellungen aus den Themenbereichen der Hightech-Initiative der Bundesregierung, also insbesondere die Entwicklung und der Einsatz mathematischer Verfahren in den Anwendungsbereichen Automobil, Medizintechnik, Maschinenbau, Logistik und den Schlüsseltechnologien Informations- und Kommunikationstechnologien, optische Technologien, Produktionstechnologien, Werkstofftechnologien, Biotechnologien, Nanotechnologien, Mikrosystemtechnik.

Förderung

Antragsberechtigt sind deutsche Hochschulen, in besonderen Fällen außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Forschungseinrichtungen, die gemeinsam von Bund und Ländern grundfinanziert werden, kann nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Projektförderung für ihren zusätzlichen Aufwand bewilligt werden. Voraussetzung für eine Förderung ist die Kooperation mit einem Verbundpartner aus der Wirtschaft.

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