Küstenzonenmanagement

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Für die intensiv genutzten Küstenzonen der Nord- und Ostsee liegen bisher keine übergreifenden Schutz-, Bewirtschaftungs- und Handlungsprogramme vor. Um dieses Defizit zu beseitigen, unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auf Grundlage des Rahmenprogramms "Forschung für die Nachhaltigkeit" Forschungen für ein integriertes Küstenzonenmanagement (IKZM).

  • Einreichungsfrist unbefristet

Im Sinne der Nachhaltigkeit müssen die Küstenregionen als Lebens-, Wirtschafts-, Natur- und Kulturlandschaftsräume verstanden werden. Nur dann können die Wechselwirkungen zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und Ressourcenverbrauch einerseits sowie dem ökologischen Zustand der Küstenregionen und den sozioökonomischen Bedingungen andererseits angemessen beschrieben werden. Erst das ermöglicht eine nachhaltige Küstenentwicklung. Dabei sind auch die Auswirkungen des globalen Wandels zu berücksichtigen.

Ein international anerkannter Systemansatz für die nachhaltige Nutzung der Küstenräume, der von diesen Grundlagen ausgeht, ist das Integrierte Küstenzonenmanagement (IKZM). Es unterliegt einer kontinuierlichen, dynamischen und iterativen Entwicklung, die von den vielgestaltigen Prozessen und Problemen in den Küstenräumen angetrieben wird. Deshalb kann dem Prinzip der Nachhaltigkeit dabei nur dann dauerhaft Geltung verschafft werden, wenn das IKZM durch Forschungen begleitet und untermauert wird. Das BMBF unterstützt diese Forschungen auf der Grundlage des Rahmenprogramms "Forschung für Nachhaltigkeit".

Die wichtigsten Forschungsfelder sind:

  • Ökologische und sozioökonomische Bewertung von Auswirkungen der wirtschaftlichen/industriellen Aktivitäten sowie der wichtigsten Nutzungsformen von biotischen und abiotischen Ressourcen in den Küstenräumen; Ableitung nachhaltiger Handlungsoptionen für die Bereiche Erzeugung alternativer Energien, Hafen- und Verkehrswirtschaft, maritime Industrie, Gewinnung mineralischer Rohstoffe, Marikultur/Küstenfischerei, Besiedlung/Tourismus/Erholung, Landesverteidigung
  • Auswirkungen des globalen Wandels auf den Wirtschafts- und Lebensraum Küste und daraus abgeleitete Zukunftsstrategien zur Nutzung der Ressourcen im Küstenraum
  • Grundlagen für ein effektives Risikomanagement (Naturkatastrophen, Unfälle auf See und im Küsteneinzugsgebiet)
  • Entwicklung wissenschaftlich begründeter Raumordnungsverfahren für die seeseitigen Gebiete der Küstenräume
  • Entwicklung von international konkurrenzfähigen wissenschaftlich- technischen Dienstleistungsangeboten für den Aufbau und die Etablierung eines IKZM

Förderung

Gefördert werden verschiedene mit Küstenschutzmaßnahmen betraute Fachverwaltungen des Bundes und der Länder, aber auch Hochschulen und Unternehmen der Privatwirtschaft.

Ansprechpartner/in

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Wissenschaftsjahr 2012

Das Wissenschaftsjahr 2012 – Zukunftsprojekt Erde steht im Zeichen der Forschung für nachhaltige Entwicklungen.