KMU-innovativ: Ressourcen- und Energieeffizienz

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Die Bundesregierung verfolgt im Rahmen der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie unter anderem die Ziele, bis 2020 die Energie- und Rohstoffproduktivität der deutschen Wirtschaft zu verdoppeln und bis 2012 die Emissionen der sechs im Kyoto-Protokoll genannten Treibhausgase gegenüber 1990 um 21 Prozent zu verringern. Diese nationalen Nachhaltigkeitsziele lassen sich nur mit effizienterer und sauberer Technik erreichen. Deshalb sollen neue Technologien für Ressourcen- und Energieeffizienz entwickelt und in den Markt eingeführt werden.

Jüngste Untersuchungen bescheinigen Unternehmen, die in ressourcenschonende Technologien investieren, sehr gute Wachstumsperspektiven. So wurden von 2004 bis 2006 durchschnittliche Wachstumsraten von elf Prozent in der Rohstoff- und Materialeffizienz und bis zu 21 Prozent mit energieeffizienten Technologien erreicht. Bis 2016 könnten in Deutschland rund 20 Prozent weniger Rohstoffe in der Produktion verbraucht werden.

Kleine und mittlere Betriebe können zwischen 6,4 und 13 Milliarden Euro allein an Materialkosten pro Jahr sparen. Das Potenzial für ganz Deutschland liegt bei jährlich 27 Milliarden Euro. Treiber und Träger von effizienten Technologien sind oft kleine und mittlere Unternehmen. In der Produktionstechnik stellen KMU etwa 90 Prozent aller Betriebe des verarbeitenden Gewerbes und 43 Prozent aller Beschäftigten. Auch in der Wertschöpfungskette nimmt der Mittelstand oft eine Schlüsselrolle ein.

Mit der Förderinitiative "KMU-innovativ: Technologien für Ressourcen- und Energieeffizienz" verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Ziel, das Innovationspotential kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) im Bereich Spitzenforschung zu stärken sowie die Forschungsförderung im Rahmen seiner Fachprogramme "Forschung für die Nachhaltigkeit (FONA)", "Forschung für die Produktion von morgen" und "Werkstoffinnovationen für Industrie und Gesellschaft (WING)" insbesondere für erstantragstellende KMU attraktiver zu gestalten. Gefördert werden können Projekte aus der Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung ebenso wie aus der Produktions- und Materialforschung.

Die Umsetzung erfolgt daher durch eine übergreifende Zusammenarbeit der Projektträger im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und im Karlsruher Institut für Technologie unter Federführung des Projektträgers Jülich, der mit seinen Geschäftsbereichen Umwelt (UMW) sowie Neue Materialien und Chemie (NMT) beteiligt ist.

Die thematischen Schwerpunkte beim Projektträger Jülich:

  • Ressourceneffizienz vor allem in rohstoffintensiven Produktionssystemen (z.B. Verarbeitung metallischer und mineralischer Rohstoffe, Herstellung chemischer Grundstoffe)
  • Verbesserung der Rohstoffproduktivität durch Optimierung von Wertschöpfungsketten
  • Innovative Recycling- und Verwertungsverfahren
  • Die Funktionalisierung von Oberflächen für den erweiterten Einsatz von biogenen Rohstoffen

Der thematische Schwerpunkt Ressourceneffizienz wird durch die Bekanntmachung „Innovative Technologien für Ressourceneffizienz - Rohstoffintensive Produktionsprozesse" des BMBF vom 1.12.07 ergänzt.

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Termine

  • 4. PIUS-Länderkonferenz, Mainz (15.05.2012 - 16.05.2012)
    Ressourceneffizientes Wirtschaften mit Blick auf Innovationen und zukunftsweisende Themenfelder stehen im Mittelpunkt der länderübergreifenden Konferenz mehr...

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Wissenschaftsjahr 2012

Das Wissenschaftsjahr 2012 – Zukunftsprojekt Erde steht im Zeichen der Forschung für nachhaltige Entwicklungen.