Förderschwerpunkt „Nachhaltiges Wassermanagement“: Seelabor im Stechlinsee offiziell eingeweiht

11. Juli 2012

Das Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) hat am 29. Juni sein neues Seelabor im Stechlinsee eingeweiht. Mit der einzigartigen Forschungsinfrastruktur will das IGB erforschen, wie Seen auf den Klimawandel reagieren. Dazu stellen sie experimentell Umweltbedingungen her, wie sie in den kommenden Jahrzehnten erwartet werden – etwa eine höhere Temperatur des Tiefenwassers. Die insgesamt 24 Versuchszylinder sind quasi große Freiland-Reagenzgläser – sie schließen Seebecken von jeweils neun Metern Durchmesser und zwanzig Metern Tiefe ein. Zur Einweihung kamen 150 Gäste aus Wissenschaft, Politik und Verwaltung zum Stechlinsee.

Der Projektträger Jülich fördert das Seelabor im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „Forschung für nachhaltige Entwicklungen (FONA)“ im Förderschwerpunkt „Nachhaltiges Wassermanagement“ mit 5 Millionen Euro. Reinhold Ollig, Leiter des Referats Ressourcen und Nachhaltigkeit, begründete das Engagement seines Hauses mit dem praxisnahen Konzept. Die am Seelabor praktizierte Forschung an der Realität ist weltweit einzigartig und passt so ausgezeichnet in das BMBF-Forschungsportfolio.

Die Idee des Seelabors überzeugte auch die Juroren des Wettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“, der gemeinsam von der Deutschen Bank und der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ durchgeführt wird. Die Jury kürte das Seelabor aus über 2000 Vorschlägen zu einem von 365 „Ausgewählten Orten“.

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