Europäische Koordinierungsinitiativen

Die Schaffung eines wettbewerbsfähigen europäischen Forschungsraums ist erklärtes Ziel der Europäischen Kommission. Zur Verwirklichung dieses Ziels wurden im 6. Forschungsrahmen-programm die so genannten ERA-Net-Projekte als neues Instrument eingeführt.

ERA-Nets sollen durch Koordination der Forschungsförderung der Mitgliedsstaaten die Zusammenarbeit in einzelnen Themenbereichen fördern und so den europäischen Forschungsraum strategisch und konzeptionell implementieren. Ziel ist es, die Forschungsförderung in den europäischen Mitgliedsstaaten möglichst effizient zu vernetzen.

Um die europaweite Koordinierung von Forschungsprogrammen zu verwirklichen, sollen sich Forschungsförderer der Mitgliedsstaaten zusammenschließen und gemeinsame strategische Zusammenarbeiten bis hin zu gemeinsamen Ausschreibungen realisieren. Voraussetzung dafür ist eine Analyse der nationalen Förderprogramme und Förderverfahren, die Evaluierung der jeweiligen Programmzielsetzungen und die Erarbeitung eines gemeinsamen strategischen Förderkonzepts.

Im 7. Forschungsrahmenprogramm hat die Europäische Kommission das Instrument der ERA-Nets weiterentwickelt und den im 6. Forschungsrahmenprogramm etablierten „bottom-up"-Ansatz zur Themenfindung der ERA-Nets um einen „top-down"-Ansatz zur Ausschreibung konkreter ERA-Net-Themen in den Arbeitsprogrammen ergänzt. Mit diesem top down-Ansatz will die EU-Kommission die Themenpalette der ERA-Nets stärker strategisch steuern.

In Abstimmung mit seinen Auftraggebern ist der Projektträger Jülich an zahlreichen ERA-Net-Projekten im 6. und 7. Forschungsrahmenprogramm beteiligt.