Ersatzmethoden zum Tierversuch

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)

Auf Experimente an Tieren kann die Forschung u.a. für die Diagnostik und Therapie von Krankheiten noch nicht verzichten. Im Rahmen von Prüfungen zur Anmeldung bzw. Zulassung von Chemikalien, Arzneien und Pflanzenschutzmitteln sind sie sogar gesetzlich vorgeschrieben. Die Forschung kann aber durch Entwicklung alternativer Testverfahren dazu beitragen, die Zahl der Tierversuche kontinuierlich zu verringern und nicht zu vermeidende Tests an Tieren schmerzfrei und wenig belastend zu gestalten. Insbesondere sollten dabei die methodischen Fortschritte der Bio- und Gentechnologie neue Alternativen zu den für biomedizinische Zwecke unternommenen Tiernutzungen ermöglichen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert bereits seit 1980 Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit dem Ziel, belastende Behandlungen von Tieren durch Alternativmethoden zu ersetzen bzw. zu ergänzen. Gemäß dem 3R-Konzept nach Russel und Burch (1959) sind hierunter Testverfahren zu verstehen, die entweder einen vollständigen Verzicht auf Nutzung von Tieren (Replacement) oder – falls dieses nicht möglich ist – zumindest eine Reduzierung der Anzahl der verwendeten Tiere (Reduction) bzw. eine Minderung des Belastungsgrades der Tiere (Refinement) erlauben.

Hinweis

Ab dem 17. Juni 2011 wird die Förderinitiative "Ersatzmethoden zum Tierversuch" abgelöst durch "Alternativmethoden zum Tierversuch". Förderanträge können laufend über ein Online-Portal (https://www.pt-it.de/ptoutline/application/alternativ) eingereicht werden; Stichtag ist der 15. März eines jeden Kalenderjahres (folgen Sie auch dem Link oben rechts).

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