Netzwerke der Molekularen Ernährungsforschung

eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Wie Ernährung die Gesundheit beeinflusst, insbesondere welchen Einfluss sie auf die "großen Volkskrankheiten" wie Stoffwechsel-, Herz-Kreislauf- oder Krebserkrankungen hat, ist – insbesondere auf molekularer Ebene – noch weitgehend unerforscht. Neben solchen Zusammenhängen soll verstärkt untersucht werden, ob das Krankheitsrisiko durch eine verbesserte Ernährungsweise oder optimierte Lebensmittel reduziert oder der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst werden kann.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert die biotechnologische Forschung zur Ernährung im Rahmen der Aktivität "Netzwerke der Molekularen Ernährungsforschung: Lebensmittel zur Gesunderhaltung des Menschen – Krankheitsprävention durch Ernährung". Ziel der in enger Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft laufenden Arbeiten ist die Vorbeugung ernährungsassoziierter Krankheiten und die Entwicklung gesundheitsfördernder funktioneller Lebensmittel.

Innerhalb dieser Förderaktivität starteten im März 2002 drei thematisch fokussierte Ernährungsnetzwerke in die Förderung für drei Jahre. Der Schwerpunkt dieser Kompetenznetze ist die Aufklärung wesentlicher molekularer Grundlagen der zugrunde liegenden Stoffwechselvorgänge und Wirkmechanismen zwischen Nahrungsmittelinhaltsstoffen und dem Organismus im Hinblick auf die Entstehung und Prävention von Krankheiten. Zwei der Netzwerke werden im Rahmen einer zweiten Förderphase ab 2005 bis 2009 für weitere vier Jahre gefördert.

Forschungsschwerpunkte der Netzwerke sind:

  • Nahrungsfette und Stoffwechsel - Genvariabilität, Genregulation, Genfunktion und funktionelle Lebensmittelinhaltsstoffe. 
  • Rolle von Nahrungsbestandteilen in der Genese von Darmkrankheiten und Möglichkeiten der Prävention durch Ernährung.

Bei den Forschungsansätzen finden moderne bio- und gentechnische Methoden Anwendung, um die komplexen Wirkungszusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit auf molekularer Ebene zu klären und dabei individuelle Unterschiede zu identifizieren.

Neben gesicherten Erkenntnissen zu gesundheitlichen Wirkungen der Ernährung beabsichtigt die BMBF-Maßnahme die strukturelle Stärkung einer ganzheitlichen, auf der interdisziplinären Kooperation verschiedener Fachgebiete ausgerichteten Ernährungsforschung. Um dies zu erreichen, werden Netzwerke gefördert und an den Universitäten zusätzliche Professorenstellen und Arbeitsgruppen eingerichtet, die über den Förderzeitraum hinaus Bestand haben sollen.

Diese Förderaktivität läuft bis zum Jahr 2009; der Förderrahmen ist ausgeschöpft. Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang die neuen Förderaktivitäten „Biomedizinische Ernährungsforschung“ und „Kompetenznetze in der Agrar- und Ernährungsforschung“.

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